Rückblick

MUSEUMSSAISON 2018

Wir können auf ein sehr erfolgreiches Museumsjahr zurückblicken, die Besucherzahlen sind 2018 um 15 % gestiegen und wir haben die 4000er-Schallmauer wieder einmal „geknackt“.

Dies obwohl das vergangene wunderbare Sommerwetter nicht unbedingt zu einem Besuch im Untergrund animierte, sich unser Festungsmuseum wegen den Bauarbeiten an den Strassen im Kessel von Crestawald und im Versorgungsbereich der Festung nicht gerade schön museal präsentierte und Crestawald nicht eine bevölkerungsreiche Grossagglomeration im Rücken hat, die viele Spontanbesuche generiert.  

Internationale Besucher

Die Beliebtheit unseres Festungsmuseums zieht immer weitere Kreise, unsere Besucher werden immer internationaler, mit der Konsequenz, dass der Wunsch nach Führungen in anderen Sprachen, vor allem auf Italienisch und Englisch, ständig steigt.

Es stehen zwar elektronische AudioGuides in den beiden Sprachen zur Verfügung, aber es entspricht nicht unserem Anspruch an die Qualität der Führungen, wenn man die interessierten, teilweise sehr weit hergereisten Besucher mit dem AudioGuide „abspeist“, bzw. ihnen den entsprechenden Audioguide-Text vorlesen muss.

Das frustrierende für uns Führer ist, wenn man eine Sprache zwar spricht, aber sich wegen dem fehlenden militärischen Vocabular fast wie ein Analphabet vorkommt. Auch wenn man sich vor einer entsprechenden Führung einen alphabetisch geordneten Fachdixionär zusammenstellt, und mit „Wörtlibüffeln“ wie zur Volksschul- und Mittelschulzeit sich herummüht, merkt man während der Führung immer wieder, wie man trotz guter Vorbereitung noch nicht alles wunschgemäss „rüberbringen“ kann oder die Führungsteilnehmer zu einem Schmunzeln animiert, weil man den falschen Begriff „erwischt“ hat...!

Gehbehinderte

Ein weiteres Besucherpotential, das wir trotz grosser Nachfrage nicht ausnützen können, sind die Führungen von Personen mit Behinderungen. Wir müssen zunehmend Anfragen für Führungen von Interessenten mit Gehbehinderungen abweisen, obwohl die entsprechende Infrastruktur in unsere Festung eigentlich vorhanden wäre, aber die gut unterhaltenen Aufzüge wegen fehlender Sicherheitssysteme (Doppelseil, Fangbremse...) für den Personentransport nicht genutzt werden dürfen!

Auf unser 20-Jahr-Jubiläum im Jahr 2020 wäre es wunderbar, wenn wir unsere Festung behindertengerechter gestalten könnten!

Entsprechende Vor-Vor-Abklärungen sind am Laufen. Es muss sondiert werden, ob die Massnahmen überhaupt finanzierbar sind und ob es gelingt, die baulichen Anpassungen so zu integrieren, dass das historische Bild unserer Festung, das bei uns intern bei Umbauarbeiten immer oberste Priorität hat, nicht einschneidend verändert wird.

Besuche von Militärangehörigen in Uniform

Im Jahr 2017 haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass unsere Festung von militärischen Einheiten kaum mehr besucht wird. Das hat sich 2018 grundlegend wieder geändert. Panzerrekruten, die auf dem Schiessplatz Hinterrhein ausgebildet wurden, besuchten uns und wurden bei diesem Anlass in einer kleinen Feier von Rekruten zu Soldaten befördert.

Die Panzerbesatzungen und Panzerpioniere hinterliessen einen sehr guten, positiven Eindruck bei uns „alten Militärs“, denen es bei einigen aktuellen Entwicklungen in der modernen Armee gar nicht mehr wohl ist.

Aktion „Einfach für retour Graubünden 18“

Das Festungsmuseum beteiligte sich an der vom Naturpark Beverin initiierten Aktion „Einfach für retour“. Die Museumsbsucher konnten bei uns ihr Einfachbillet für die öffentlichen Verkehrsmittel abstempeln lassen und durften mit diesem gestempelten Billet ohne Aufpreis wieder zurückfahren. Nur bescheidene 10 Besucher nutzten dieses Angebot - trotzdem sind wir auch 2019 wieder bei dieser sinnvollen Aktion dabei.
Das schlechte Ergebnis war befürchtet worden. Leider ist es immer noch so, dass man es sich leisten kann, trotz mehrmaligem Nachsuchen, eine Institution, die pro Jahr 4000 bis 5000 Besucher generiert, vom öffentlichen Verkehr auszuklammern. Die nächste Postautohaltestelle ist Sufers.

Spätestens, wenn während der Bauarbeiten der Bergverkehr der A13 auf die Italienische Strasse umgeleitet wird, ist das eine unhaltbare Situation. Aber gemäss den gemachten Erfahrungen ist die Zuversicht, dass sich an diesem Zustand etwas ändern wird, ziemlich klein!

Unser Museum lebt und wird sich weiter entwickelt. Ideen und Wünsche sind vorhanden. Unsere Perspektiven sind sehr gut!

Auf Wiedersehen in Crestawald!

 

 

Offizielle Öffnungs- Zeiten des Museums

Für freie, ungeführte Besichtigungen 1. Juni bis 26. Oktober 2019 
Samstags
von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Feriensaison 2019
6. Juli - 18. August
täglich 10.00 - 17.00 Uhr

Führungen für Gruppen auf Anfrage auch ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten Tel +41 (0)81 650 90 30 - Gästinformation Viamala in Splügen