Rückblick

MUSEUMSSAISON 2017

Wir können auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken! Neben dem fast zur Gewohnheit gewordenen Museumsbetrieb mussten auch noch neue, ungewohnte Aufgaben bewältigt werden.

Unterhalt

Während den beiden Unterhaltstagen im Januar 2017 wurde unsere während der Museumssaison von über 4000 Besuchern „strapazierte“ Festungsinfrastruktur wieder „auf Vordermann“ gebracht und überprüft. Eine grosse Arbeit, die auch während der Saison im Hintergrund geleistet wird, an die man im täglichen Museumsbetrieb erst erinnert wird, wenn einmal ausnahmsweise etwas nicht funktioniert.

Führerausbildung

Bei der Führerausbildung stand diesmal die eigentliche Arbeit des Führers im Zentrum. Wir supponierten eine Festungsführung und erhielten an den einzelnen Posten wertvolle Inputs von Führerkollegen. So wurde vermutlich bei verschiedenen, altgedienten Festungsführern der während vielen Festungsführungen eingeschliffene „Führungstrott“ mit neuen Impulsen etwas aufgebrochen.

Spezielle Museumsanlässe

Neben den üblichen Samstags- und Gruppenbesuchen fanden wieder spezielle Events im Museum statt. Das Jahresthema im Naturpark Beverin lautete „(Ge)schichten im Boden“. Unser Festungsmuseum bot das ideale Ambiente, um die ersten zwei gut besuchten Veranstaltungen Untertag durchzuführen.
Auch der Sommerauftakt für die Tourismusanbieter in der Region Viamala fand im Festungsmuseum statt.

Das Festungsmuseum bot anlässlich des Museumstages Viamala mit dem Film über die Berninabesteigung einer Gebirgskompanie während des 2. Weltkrieges - bei der die Schweizer Soldaten vermutlich nicht nur über Schweizer Gebiet aufstiegen, sondern italienisches Mussolinigebiet „verletzten“ - und der Präsentation von unbekannten Festungsanlagen in der Region etwas Besonderes und zog zahlreiche Besucher an.

Wieder war unsere Festung für die Ausbildung von Suchhunden eine ideale, schwierige Uebungsumgebung, da es für die Suchhunde wegen der erhöhten Luftzirkulation in unseren Festungsgängen schwieriger ist, eine Spur nachzuverfolgen.

Festungskiosk - Eintrittskontrolle

Eine zentrale und von den Festungsbesucherinnen und -besuchern sehr geschätzte Aufgabe erfüllen die Betreuerinnen und Betreuer am Kiosk. Freundliche Worte und ein ungezwungenes Gespräch wird sehr geschätzt und zeigt den Besucherinnen und Besuchern, dass sie willkommen sind!

Telefonie - Alarmanlage

Beim Umbauen der Telefonie und der Alarmanlagen auf die moderne IP-Technologie konnten wir leider nicht auf Erfahrungen zurückgreifen, nicht bei uns intern aber auch ernüchtenderweise nicht auf Seiten der Swisscom. Eine Festung ist etwas Kompliziertes, etwas nicht ganz Alltägliches, sehr interessant zwar, aber auch sehr geheimnisvoll, vor allem was die Telefonie anbelangt. Die Informationen, die die Projektleitung von verschiedenen Seiten diesbezüglich erhielt, überschlugen sich und widersprachen sich.

Schlussendlich gelang es der beauftragten Elektroinstallationsunternehmung, der Swisscom und ganz wesentlich dank der Mithilfe von Vereinsmitgliedern, die Wissen aus ihrer „operativen Zeit“ als Festungswächter einbringen konnten, eine gute Lösung zu installieren. Alles funktioniert wieder bestens - bis auf unsere Vereinskasse. Dieser wurde mit dem Umbau ein rechter Fusstritt.

Umzug Materialmagazin von Crestawald Traversa nach Crappa Naira im Albulatal

Glücklicherweise ist die Umlagerung unseres historischen Militärmaterials, das gegenwärtig aus Platzgründen nicht in der Ausstellung präsentiert werden kann, nicht eine sich jährlich wiederholende Aktion. Unser Magazin Traversa wird wegen dem Ausbau der A13 im Kessel von Crestawald auf drei Spuren abgebrochen. Eine aufwändige Planung, viel Vorbereitungsarbeit und viele Schweisstropfen waren die Konsequenz, ausgelöst durch den Umzug nach Crappa Naira im Albulatal.

Bauarbeiten an der Italienischen Strasse und an der Erschliessung des Festungsmuseums

Diese Arbeiten werden unseren Museumsbetrieb in den kommenden Jahren stark tangieren - wir hoffen in gleich positivem Sinn wie in den Anfangszeiten unseres Museums - damals wurde der Bergverkehr der A13 auch während zwei Jahren über die alte Rofflastrasse (Italienische Strasse) umgeleitet. Konsequenz fürs Festungsmuseum: Ueber 7000 Eintritte pro Jahr!

Während dieser Bauarbeiten wird unser Festungsmuseum ans Ortsnetz der Wasserversorgung der Gemeinde Sufers angeschlossen. Dadurch können wir auf unsere Festungswasserfassung mit dem Reservoir in Perfils verzichten, eine „Zeitbombe“ aus dem Zweiten Weltkrieg, die nicht mehr den aktuellen Vorschriften entspricht, baufällig ist und in absehbarer Zeit einen grossen finanziellen Aufwand verursacht hätte.

Auch an der Elektrizitätsversorgung der Festung werden Anpassungen vorgenommen.

Auf ein baldiges Wiedersehen im 2018 in Crestawald!

 

 

Offizielle Öffnungs- Zeiten des Museums

Für freie, ungeführte Besichtigungen 2. Juni bis 27. Oktober 2018 
Samstags
von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Feriensaison 2018
7. Juli - 19. August
täglich 10.00 - 17.00 Uhr

Führungen für Gruppen auf Anfrage auch ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten Tel +41 (0)81 650 90 30 - Gästinformation Viamala in Splügen